Nicht nur auf dem Meer, auch auf dem Rhein wird gesegelt.
Am Sonntag haben wir die Harakiri, eine Sailhorse von Köln-Rodenkirchen nach Leverkusen-Hitdorf, mithin rd. 25km überführt.
Los ging es um 12:45 Uhr bei Regen und Flaute. Das hieß erst einmal Motor an und bei geringer Drehzahl schön gemütlich Richtung Dom. Vor der Severinsbrücke steht zur Zeit ein Bagger und die Warschauflöße zwangen uns ins Fahrwasser. Gerade an Sonntagen ist der Verkehr auf dem Rhein besonders stark.
Auf der
Deutzer Platte wurden wir zusätzlich durch die "Grundsee" ordentlich durchgeschüttelt. Vor Köln-Deutz hebt sich der Rheingrund stark, was zu einer kurzen, für Flüsse ungewöhnlich hohen Welle führt. Zusammen mit dem Wellenschlag der Berufsschifffahrt gibt das schon mal eine Dusche vom Bug.
Kaum hatten wir den Dom passiert, kam auch der Wind. In Höhe des Bastei setzten wir Segel und mit raumen Wind ging es weiter.
Hinter der Mühlheimer Brücke, zogen wir den Spinnaker hoch und kreuzten so vor dem Wind bis Leverkusen. Hier schraalte der Wind und nahm auch an Stärke zu. Günstig für uns, denn mit halben Wind bei nur einem kurzen Schlag konnten wir bis Hitdorf durchsegeln.
Gegen 16:00 Uhr legten wir unterhalb des Kran-Cafe an. Hier wird die Harakiri bis Anfang September liegen, damit die Rheinsegler vom KYC auf diesem Teil unseres Flussrevieres segeln können.
Um 17:00 Uhr nahmen wir die Fähre nach Langel. Zwischenzeitlich hatte der Wind noch weiter zugenommen und am Abend gegen 19:00 Uhr war die Front mit Starkregen und Hagel über Köln angekommen.
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